Thrombose

Die tiefe Venenthrombose (DVT), allgemein bekannt als Thrombose, ist eine Krankheit, die die Bildung von tiefen Venenthrombosen unter der tiefen Faszie beinhaltet. Sie tritt am häufigsten in den unteren Gliedmaßen auf, kann aber auch in anderen Teilen des Venensystems auftreten. Bei etwa der Hälfte der Patienten ist diese Krankheit asymptomatisch.

Thrombosen müssen nicht unbedingt zu gefährlichen Komplikationen führen. Bei einigen Patienten beschäftigt sich der Körper mit der Krankheit selbst und führt zur teilweisen oder vollständigen Auflösung vorhandener Gerinnsel. In solchen Fällen geht die Krankheit praktisch symptomfrei einher, so dass der Patient von ihrer Existenz nichts weiß. Wird das Gerinnsel jedoch über einen längeren Zeitraum an der Wand des Blutgefäßes befestigt, kann es allmählich zunehmen, bis das Gefäßlumen vollständig geschlossen ist. Der Blutfluss ist dann langsamer und kann sogar stoppen. Der Verschluss des Blutgefäßes darf keine Symptome hervorrufen, da ein Teil des Blutes von kleineren Gefäßen übernommen wird. Während dieser Zeit beginnt die schrittweise Rekonstruktion des Gerinnsels. Dadurch kann der zuvor geschlossene Behälter nach einiger Zeit völlig frei werden. Die Wand eines Blutgefäßes kann einen bestehenden Thrombus wieder aufbauen, der schrumpft, bis der Blutfluss wieder möglich wird. Nicht immer sind jedoch endogene Schutz- und Reparaturmechanismen ausreichend. Dann kann die pathologische Bildung von Gerinnseln zu schweren Komplikationen führen.

Wenn die Thrombose unbehandelt ist, kann sie gefährliche Folgen haben.

Je nach Lage des Thrombus – in der Arterie oder Vene – gibt es Durchblutungsstörungen im Organ oder den Blutfluss vom Organ zum Herzen.

Erfolgt der Gerinnungsprozess in einer Arterie, wird die Zufuhr von Sauerstoff und Nährstoffen an das umgebende Gewebe reduziert oder vollständig blockiert. Das anämische Gewebe wird kalt und blass. Der Verschluss des Blutgefäßes und die Reduzierung der Durchblutung können zu lebensbedrohlichen Erkrankungen wie ischämischem Schlaganfall, akutem Koronarsyndrom (ACS) oder akuter Ischämie der unteren Extremitäten führen.

Tiefe Venenthrombosen treten bei Menschen jeden Alters auf, treten aber in der Regel nach dem 60. Lebensjahr auf. Es ist bei Frauen häufiger anzutreffen als bei Männern. Es kommt vor, dass eine Thrombose über einen sehr langen Zeitraum hinweg keine Symptome hervorruft, was zu einer direkten Bedrohung für das Leben des Patienten führen kann.

Eine tiefe Venenthrombose führt oft zu schwerwiegenden Folgen. Daher ist es sehr wichtig, die Krankheit sofort zu diagnostizieren und eine entsprechende Behandlung durchzuführen. Diese Erkrankung ist die Grundlage für die Bildung von venösen Thromboembolien. Ein Fragment des Thrombus kann sich von der Wand des Blutgefäßes lösen und in den rechten Vorhof, dann in die rechte Herzkammer und weiter entlang der Zweige der Lungenarterie gelangen. Dies kann zu einer Thrombose im Vorhof oder in der Herzkammer führen, die zum plötzlichen Tod führt. Kleinere Fragmente können die Lungenkreislaufgefäße verstopfen und zu einer Lungenembolie führen.

Eine tiefe Venenthrombose in den unteren Extremitäten ist ein sehr ernstes Problem, vor allem aus zwei Gründen. Zum einen besteht die Möglichkeit einer Lungenembolie in der Lungenarterie aus den Venen der unteren Extremitäten, die oft zum Tod führt. Zweitens sind die Folgen einer Thrombose sehr gravierend: Es entsteht eine chronische Veneninsuffizienz und das Risiko eines Wiederauftretens der Thrombose ist nach wie vor hoch.

Thrombose

Es gibt mehrere Arten von Thrombosen – sie hängen von der Stelle ab, an der der Thrombus gebildet wurde.

Je nachdem, in welchem Bereich des Körpers der Thrombus gebildet wird, gibt es verschiedene Arten von Thrombosen:

  • Distal, d.h. bezogen auf den weiteren Teil der Extremität. Diese Art der Thrombose, die die Venen des Wadens betrifft, tritt am häufigsten auf. Normalerweise ist es asymptomatisch und gibt spontan nach. Sie ist mit einem geringen Risiko für eine klinisch signifikante Lungenembolie verbunden, kann aber bis zur proximalen Thrombose erweitert werden.
  • Proximal, was die Knievene, die Oberschenkelvenen, die Beckenvenen und die untere Vena cava betrifft. Sie ist in der Regel symptomatisch und verursacht ein hohes Risiko für eine massive Lungenembolie.
  • Schmerzhafte Schwellung – dies ist eine akute Form der massiven Venenthrombose der Mehrheit der Venen, die Blut aus der Extremität abfließen lässt. Diese Art der Thrombose ist von starken Schmerzen und sehr starken Schwellungen begleitet.

Die tiefe Venenthrombose der unteren Gliedmaßen ist eine viel schwerwiegendere Krankheit als die oberflächliche Venenthrombose. Sie ist mit einem erhöhten Risiko einer Lungenembolie verbunden und erfordert daher eine frühzeitige Behandlung im Krankenhaus.

Epidemiologische Daten aus Nordamerika und Westeuropa deuten darauf hin, dass es in Polen jedes Jahr etwa 57.000 Fälle von tiefer Venenthrombose und 36.000 Fälle von Lungenembolien gibt.

Die Grundbehandlung der Thrombose basiert auf drei Therapieformen:

  • Stoppen des Fortschritts der Venenthrombose mit Antikoagulanzien,
  • Auflösung von intravenösen Thromben mit fibrinolytischen oder thrombolytischen Medikamenten,
  • chirurgische Entfernung des Thrombus aus den tiefen Venen.